Wien Trip 2017

Wienerschnitzl und Kaiserschmarrn, Grüssgott Wien!

Auf der selbstgebastelten Karte sah ich ein riesen Wienerschnitzel inkl. Preiselbeeren und Zitronenschnitz. Ich bin kein grosser Schnitzelfan. Da muss was Anderes dahinter stecken. Das waren meine ersten Gedanken, als ich am 16.3.17 mein Geschenk erhielt. Doch durch die Karte konnte ich irgendwas durchschimmern sehen. Es war ein Wasserzeichen. Ein Flugzeug! Wir gehen sicherlich nach Wien! Wieso Wien? Nicht weil es eine angesehene Stadt in Europa ist, sondern wegen knuddligen, schwarz-weissen Tieren- Pandas. Ich als riesengrosser Pandafan durfte die Kleinen, die im August 2016 das Licht der Welt im Tierpark Schönbrunn erblickten, nicht verpassen. Und ich lag vollkommen richtig. Mein Freund schenkte mir ein Wochenende in Wien inkl. Zoo Besuch; Abflug am 18.3. Die Vorfreude war riesig. Natürlich mehr aufgrund der Tiere. Ich mag Städtetrips, obwohl sie eher anstrengend als erholend sind. Wien stand aber nie auf meiner absoluten To-Do Liste. Ich bin kein allzu grosser Kunst-Freak und hab auch mit klassischer Musik nichts am Hut. Trotzdem freute ich mich sehr, neue Teile der Welt zu erkundigen.

Die Nervosität nimmt mir die ganze Freude am Reisen

Am Morgen des Abflugtages war meine Freude jedoch gedämmt. Ich weiss nicht, ob dies bereits als FlugANGST gilt, doch ich mag das Fliegen nicht. Jedes Mal überkommt mich ein unbehagliches Gefühl; feuchte Hände, innere Nervosität bis hin zum Anschiss- ich möchte lieber in meinem bequemen Zuhause bleiben. Nicht irgendwo in einem Blechding, weit oben in der Luft, weit weg von jeglicher Zivilisation. Okay, das mag nun vollkommen übertrieben klingen, aber ich fühle mich wirklich so! Ich bekomme jetzt vom Schreiben alleine schon feuchte Hände und ich habe den Flug nach Zürich erst noch vor mir! Anyway, wir sassen beim Steiner Flughafenbeck und kauften uns ein Zmorge. doch ich brachte nichts runter. Das Bauchkribbeln und das beklemmende Gefühl wurden von Minute zu Minute grösser. Ich weiss nicht, wovon das kommt oder seit wann es anfing schlimmer zu werden. Früher als Kind flogen wir viel herum, auch weitere Reisen wie in die USA waren üblich. Ich hatte auch noch nie – Klopf-Holz – eine schlimme Situation erlebt. Dennoch mag ich es einfach nicht. Fertig Schluss. Je mehr ich auch darüber nachdenke und schreibe, desto nervöser werde ich. Und wie vorher bereits erwähnt, das ist nicht intelligent, wenn man seinen Flug noch vor sich hat.

Ankunft in Wien & Tag 1

Der Flug nach Wien an sich war wieder weniger schlimm als erwartet. Nach einer knappen Stunde landeten wir wohlauf in der Hauptstadt Österreichs. Der Weg zum Hotel war weniger glamourös- viele Wände beschmiert mit Graffitis, Hausfassaden wie aus der Weltkriegszeit und Sex Shops inmitten von Wohngegenden. Unser Hotel lag zentral an einer Hauptstrasse. Nach einer ersten Erkundungstour in der Innenstadt landeten wir schliesslich beim „Wiener“. Ein exzellentes Restaurant, das mit Herzen geführt wird. Dort gab es zum krönenden Abschluss ein richtiges Wienerschnitzel. Welcome to Wien!

 

 Mein Highlight: Im Reich der Tiere

Die Löwen sind los! Ein Besuch im wunderschönen Schönbrunn Park und Zoo fand an unserem zweiten Tag statt. Das Wetter war wohl und übel scheisse. Es regnete aus Kübeln und wir mussten einen Schirm mitnehmen. Doch dies trübte meine Vorfreude an das eigentliche Geschenk nicht: die erste Begegnung mit dem grossen Panda. Der Park war trotz Regen atemberaubend. Ein Waldweg führte uns zu einem der Zooeingänge, wo wir ins Reich der Tiere kamen. Ich könnte mich in meinen eigenen Worten fangen, wenn ich jetzt über jedes wunderbare Tier schreiben würde, das wir an diesem Tag gesehen haben. Von bisher noch nie gesehenen Tiere wie der Gepard, Koalas und eben Pandas, bis hin zu einem streitenden Tigerpaar und einem 300 Kilogramm schweren Wallross. Wer mal in Wien verweilt, vergesst diesen Tierpark nicht- es lohnt sich wirklich! Die Pandas waren zuckersüss; es war ja nicht anders zu erwarten! Gemäss Steckbrief sind sie faul, 13 Stunden pro Tag am schlafen und fressen. Doch wir durften den zwei Halbjährigen beim Spielen und Herumtoben zu sehen. Es war herrlich! Nach diesem ereignisvollen Vormittag assen wir im „Tiroler Gasthaus“ ein typisch deftiges Österreichisches Essen und machten uns auf den Weg in die Innenstadt.

Kaiserschmarrn-Pfanne als Dessert

Ne, geht nicht! Es war einfach zu viel! In der Innenstadt bestellten wir uns als Dessert eine „kleine“ Pfanne Kaiserschmarrn. Mir war jedoch nicht bewusst, dass das als richtige Mahlzeit angesehen wird und nicht nur als kleines „Bettmümpferli“! Doch nun konnte ich auch das abhaken: einmal im Leben einen echten österreichischen Kaiserschmarrn gekostet zu haben. An unserem zweiten Abend gingen wir ins Kino. Als Kinoliebhaber gab es bei diesem Schmuddelwetter auch nichts Gescheites zu tun. „Beauty and the Beast“ war mein zweites Highlight dieses Tages. Ein toller Film mit sehr schönen Outfits. Der letzte Tag kam schnell, aber wir freuten uns beide schon auf Zuhause, denn: Zuhause ist es doch am Schönsten! Den dritten und letzten Tag verbrachten wir an der Shoppingmeile, im Park und in Cafés. Am Abend ging es dann zurück nach Zürich. Der Flug dieses Mal war anstrengender. Ich war aus unerklärlichen Gründen viel nervöser als beim Hinflug und war froh, als wir heil und munter am Flughafen Zürich landeten.Wien muss ich nicht noch einmal besuchen. Versteht mich nicht falsch, aber die Stadt ist nicht so mein Ding. Ehrlich gesagt, habe ich mir mehr Schönheit und Eleganz erhofft beziehungsweise das waren meine Erwartungen an eine Weltstadt! Die Österreicher jedoch sind ein warmherziges und aufgestelltes Volk! Sehr zuvorkommend und gastfreundlich, da kann man auch einmal über die graffitibedeckten Fassaden oder dem erdrückenden Nachkriegseindruck schauen.
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